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Blüthner

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Das 1853 von Julius Blüthner gegründete Familienunternehmen gehört zu den ältesten, heute noch aktiven Klavierproduzenten. Ansässig in Großpösna bei Leipzig exportiert die Pianofortefabrik Julius Blüthner (so der eingetragene Firmenname) ihre Pianos und Flügel in die ganze Welt. Erwerben kann man ein solches entweder im eigenen Online-Shop, in Blüthner Centern, welche in der ganzen Welt verteilt sind (u.a. in Leipzig, Wien, London, Frankreich, Russland, USA, Japan und China) oder im gut sortierten Musikfachhandel.

Schon im 19. Jahrhundert erfreuten sich die Blüthner Klaviere großer Beliebtheit. Viele Adelshäuser oder Komponisten wie Gustav Mahler, Dimitry Schostakowitsch oder Andrew Lloyd Weber wurden beliefert. Die Söhne Julius Blüthners, welche das Unternehmen nach dessen Tod übernahmen, hatten mit großen Schwierigkeiten in den beiden Weltkriegen zu kämpfen, die Fabrik wurde sogar im Jahre 1943 in einem Bombenangriff zerstört. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stiegen die Verkaufszahlen jedoch wieder rasant an, sodass Blüthner heute zu den größeren Herstellern zählt. Die Beatles etwa spielten den Song „Let it be“ auf einem solchen Klavier ein und auch im Hollywood-Blockbuster Iron Man ist ein Blüthner-Flügel zu sehen.

Auch mit der Digitalisierung kommt man in Leipzig zurecht, in den letzten Jahren entwickelte man einige E-Pianos und auch ein Stage-Piano, also ein digitales Klavier ohne Holzrahmen für den Bühneneinsatz oder Transport, für gehobene Ansprüche. Die Entwicklungsarbeit, der renommierte Name und auch die Produktion in Deutschland sind jedoch auch verantwortlich für die hohen Preise. Dafür wird man ein Blüthner-Klavier, sei es akustisch oder digital, vermutlich nicht mehr austauschen.