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Kurzweil

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Raymond Kurzweil ist der Sohn einer jüdischen Flüchtlingsfamilie, die kurz vor Kriegsbeginn von Österreich nach New York auswanderte. Nach dem Abschluss der Studien Informatik und Literatur am Massachusetts Institute of Technology beschäftigte er sich intensiv mit Theorien zur künstlichen Intelligenz, weswegen er 2002 national geehrt wurde. Im Zuge dieser Forschungen entwickelte der Erfinder und Autor die „Kurzweil Reading Machine“, eine bahnbrechende Erfindung, die sehbehinderten Menschen den Zugang zu normalen Drucktexten möglich machte. Dieser Computer war in der Lage digital geschriebenes Wort dem Nutzer vorzulesen und stellte einen Meilenstein in dieser Hinsicht da.

Um endlich den Kreis zu den Musikinstrumenten zu schließen, wurde ein gewisser Stevie Wonder auf Grund dieses Geräts auf Kurzweil aufmerksam. Gemeinsam mit dem Software-Entwickler Bruce Cichowlas gründeten sie dann das Kurzweil-Unternehmen, das heute noch Musikinstrumente verkauft. Die drei versuchten mit dem ersten Synthesizer, dem K250 im Jahre 1983, die verwendete Technologie der Reading Machine für musikalische Zwecke zu verwenden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, für damalige Verhältnisse bot dieses Instrument erstaunlich realistische simulierte Klänge von akustischen Pendants, vor allem von Klavier und Orchesterinstrumenten. Der Nachteil lag damals in der sperrigen Größe und im hohen Gewicht des Keyboards. Da sich der K250 aber gut verkaufte, fertige Kurzweil als Dank an Stevie Wonder für ihn eine Sonderversion des Synthesizers an, der sich durch Sprachbefehle bedienen lies. Seit 1990 wurde die Firma von Young Chang aus Korea übernommen.

Heute baut die Firma Kurzweil E-Pianos für den professionellen und den Heimnutzer, ebenso die klassische „Möbelvariante“ in Piano oder Stutzflügelform als auch die transportablen Stage-Pianos, in welchen der Klavier-Sound immer noch zur Spezialität gehört.